Was ist sueskrise?

Die Krise von Suez, auch bekannt als Suezkanalkrise, ereignete sich im Jahr 1956. Es war eine diplomatische und militärische Konfrontation zwischen Ägypten auf der einen Seite und Großbritannien, Frankreich und Israel auf der anderen Seite.

Der Auslöser der Krise war die Nationalisierung des Suezkanals durch Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser im Juli 1956. Zuvor war der Kanal in gemeinsamem Besitz von Frankreich und Großbritannien gewesen. Die Entscheidung zur Verstaatlichung des Kanals löste sowohl bei Großbritannien als auch bei Frankreich erheblichen Unmut aus, da der Kanal eine wichtige strategische und wirtschaftliche Bedeutung für beide Länder hatte.

Im Oktober 1956 starteten Großbritannien, Frankreich und Israel eine militärische Intervention, um die Kontrolle über den Kanal zurückzugewinnen. Israel brannte als Vorwand für die Intervention, indem es zuerst Ägypten angriff und dann behauptete, es wolle den Frieden wiederherstellen. Großbritannien und Frankreich griffen daraufhin ein und besetzten den Kanal sowie Teile Ägyptens.

Die internationale Gemeinschaft reagierte jedoch empört auf diese Intervention, da sie als Kolonialismus und Missachtung der nationalen Souveränität Ägyptens angesehen wurde. Es gab auch die Befürchtung, dass die Krise zu einer größeren militärischen Konfrontation zwischen den Großmächten führen könnte.

Unter dem Druck der Vereinten Nationen und der Vereinigten Staaten wurden Großbritannien, Frankreich und Israel gezwungen, sich aus Ägypten zurückzuziehen. Der Suezkanal wurde anschließend wieder unter ägyptische Kontrolle gestellt.

Die Krise von Suez hatte weitreichende Auswirkungen auf die Weltpolitik. Sie markierte das Ende der britisch-französischen imperialen Ambitionen im Nahen Osten und begünstigte stattdessen den Aufstieg der USA und der UdSSR als Hauptakteure in der Region. Es wurde auch als ein Moment des Aufstiegs des Panarabismus und des nationalen Widerstands gegen den Kolonialismus betrachtet.

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