Was ist blutdiamant?

Blutdiamanten, auch bekannt als Konfliktdiamanten oder Kriegsdiamanten, sind Diamanten, die zur Finanzierung von bewaffneten Konflikten verwendet werden. Diese Konflikte finden oft in Ländern mit instabilen Regimen oder bewaffneten Gruppen statt.

Die Begriffe "Blutdiamant" und "Konfliktdiamant" entstanden in den 1990er Jahren infolge von Bürgerkriegen in Ländern wie Angola, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo. In diesen Konflikten waren Diamanten eine wichtige Einnahmequelle für bewaffnete Gruppen, die damit ihre Kriegsanstrengungen finanzieren konnten.

Blutdiamanten werden oft unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Arbeiter, darunter auch Kinder, werden gezwungen, unter gefährlichen Bedingungen in Minen zu arbeiten. Sie erhalten oft nur sehr geringe Bezahlung und sind physischen sowie psychischen Risiken ausgesetzt.

Um den Handel mit Blutdiamanten einzudämmen, wurde im Jahr 2003 das sogenannte Kimberley-Prozess-Zertifikat eingeführt. Dieses Zertifikat garantiert, dass ein Diamant aus einer konfliktfreien Quelle stammt. Die meisten Länder und Unternehmen verlangen heute ein solches Zertifikat für den Diamantenhandel.

Der Handel mit Blutdiamanten hat in den letzten Jahren abgenommen, aber die Problematik besteht immer noch. Organisationen wie Global Witness und Amnesty International setzen sich weiterhin dafür ein, die Ausbeutung von Blutdiamanten zu beenden und eine nachhaltige und verantwortungsvolle Diamantenindustrie zu schaffen.

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