Was ist zitterspinnen?

Zitterspinnen, wissenschaftlich auch als Pholcidae bezeichnet, sind eine Familie von Spinnen, die weltweit vorkommen. Sie sind für ihre charakteristische Körperhaltung und Verhaltensweise bekannt, bei der sie ihre langen Beine zitternd bewegen. Dadurch erhalten sie ihren deutschen Namen "Zitterspinne".

Zitterspinnen sind in der Regel klein bis mittelgroß und haben dünnbeinige Körper mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 10 Millimeter. Sie haben acht Augen, von denen zwei Paare an der Vorderseite des Kopfes platziert sind. Die meisten Zitterspinnen sind bräunlich gefärbt, einige Arten können jedoch auch hellgelb, grau oder schwarz sein.

Zitterspinnen sind nachtaktiv und verbringen den größten Teil ihres Lebens an Decken oder in Ecken von Gebäuden oder Nischen in der Natur. Sie leben oft solitär, können aber auch in großen Gruppen auftreten. Ihr Lebensraum umfasst unter anderem Wohnungen, Scheunen, Höhlen, aber auch Pflanzen und Bäume.

Zitterspinnen sind Carnivoren und ernähren sich hauptsächlich von anderen kleinen Insekten wie Fliegen, Mücken, Ameisen und Käfern. Sie fangen ihre Beute, indem sie sie mit Spinnfäden umhüllen. Dies dient nicht nur dazu, die Beute zu immobilisieren, sondern auch, um das Risiko einer Gegenwehr zu minimieren.

Die Fortpflanzung bei Zitterspinnen erfolgt sexuell. Die Männchen produzieren spezielle Gespinste mit einer Spermathek, die sie übergeben, wenn sie sich mit einem Weibchen paaren. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier in ein Kokon, den es bewacht und verteidigt, bis die Jungtiere schlüpfen.

Insgesamt gibt es mehr als 1500 bekannte Arten von Zitterspinnen. Einige Arten sind für den Menschen von Interesse, da sie in der Lage sind, Schädlinge in Gebäuden zu kontrollieren. Es wird angenommen, dass Zitterspinnen nicht giftig sind und keine Gefahr für den Menschen darstellen, jedoch sind sie in manchen Gegenden aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens und Verhaltens unbeliebt.

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