Was ist rotalgen?

Rotalgen (Rhodophyta)

Rotalgen, wissenschaftlich als Rhodophyta bezeichnet, sind eine vielfältige Gruppe von meist mehrzelligen Algen, die sich durch ihre rötliche Färbung auszeichnen. Diese Färbung rührt von Pigmenten wie Phycoerythrin und Phycocyanin her, die es ihnen ermöglichen, blaues Licht zu absorbieren und in tieferen Gewässern Photosynthese zu betreiben.

Hauptmerkmale:

  • Pigmente: Phycoerythrin und Phycocyanin verleihen die typische rötliche Farbe, wobei die genaue Farbintensität je nach Lichtverhältnissen und Pigmentkonzentration variiert.
  • Vorkommen: Hauptsächlich im Meer, sowohl in flachen Küstengewässern als auch in großen Tiefen. Einige Arten kommen auch im Süßwasser vor.
  • Aufbau: Die meisten Rotalgen sind mehrzellig und weisen eine einfache Struktur auf, es gibt aber auch einzellige Formen.
  • Speicherstoff: Florideenstärke dient als Speicherstoff und unterscheidet sich von der Stärke höherer Pflanzen.
  • Zellwand: Die Zellwände enthalten Zellulose, Agar und Carrageen.
  • Fortpflanzung: Die Fortpflanzung erfolgt geschlechtlich und ungeschlechtlich. Die geschlechtliche Fortpflanzung ist oogam, also mit einer unbeweglichen Eizelle.
  • Nutzung: Viele Arten werden als Nahrungsmittel verwendet, beispielsweise Nori in der japanischen Küche. Agar und Carrageen werden als Gelier- und Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie und in der Biotechnologie eingesetzt.

Ökologische Bedeutung:

Rotalgen spielen eine wichtige Rolle in marinen Ökosystemen. Sie dienen als Nahrungsquelle für verschiedene Meeresbewohner und tragen zur Sauerstoffproduktion bei. Viele Arten bilden dichte Bestände und bieten Lebensraum für andere Organismen.

Wichtige Gruppen:

  • Bangiophyceae
  • Florideophyceae