Was ist fatimiden?

Die Fatimiden waren eine schiitische islamische Dynastie, die im 10. und 11. Jahrhundert das Kalifat der Fatimiden gründeten. Sie waren bekannt für ihre religiöse Toleranz und ihr kulturelles Erbe.

Die Fatimiden wurden ursprünglich in Nordafrika gegründet und eroberten später große Teile des Nahen Ostens, darunter Ägypten, Palästina, Syrien und Teile des heutigen Libyens und Tunesiens.

Die Fatimiden beanspruchten ihre Abstammung von Fatima, der Tochter des Propheten Mohammed, und betrachteten sich als die legitimen Nachfolger des Propheten. Sie unterschieden sich damit von den sunnitischen Kalifaten, die sich auf die ersten vier rechtgeleiteten Kalifen beriefen.

Die Fatimiden gründeten die Stadt Kairo als ihre Hauptstadt und errichteten beeindruckende Bauten wie die Al-Azhar-Moschee und den Kairoer Palast.

Während ihrer Herrschaft förderten die Fatimiden Bildung, Wissenschaft und Kunst. Sie errichteten Universitäten und Bibliotheken und wurden zu wichtigen Förderern von Wissenschaftlern und Gelehrten. Ihr kulturelles Erbe umfasst die Entwicklung der

Architektur, Kunst und Literatur im islamischen Mittelalter.

Die Fatimiden waren auch bekannt für ihr liberales Verständnis des Islam und ihre religiöse Toleranz. Sie gewährten Nicht-Muslimen Religionsfreiheit und erlaubten ihnen, hohe Positionen in der Verwaltung einzunehmen. Dadurch zogen sie Menschen unterschiedlicher religiöser Überzeugungen in ihr Reich.

Im 12. Jahrhundert schwächte sich die Macht der Fatimiden ab, und schließlich wurden sie von den Ayyubiden und später von den Mamluken gestürzt.

Trotz ihres Niedergangs hatte das fatimidische Kalifat einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Islam und des Kulturlebens im Mittleren Osten und Nordafrika. Ihre architektonischen Meisterwerke und ihre Förderung der Wissenschaft und Kunst hinterließen ein bedeutendes Erbe. Heute sind ihre Monumente wichtige touristische Attraktionen in Ländern wie Ägypten und Tunesien.