Was ist porajmos?

Der Begriff "Porajmos" stammt aus der Romani-Sprache und bedeutet "das Verschlingen" oder "das Mampfen". Er wird verwendet, um den Völkermord an den Sinti und Roma während des Zweiten Weltkriegs zu beschreiben.

Der Porajmos gilt als einer der größten Völkermorde in der Geschichte Europas. Schätzungen zufolge wurden während dieser Zeit zwischen 220.000 und 500.000 Sinti und Roma getötet.

Die meisten Sinti und Roma wurden Opfer nationalsozialistischer Verfolgung im besetzten Europa. Sie wurden in Konzentrationslagern interniert, in Ghettos eingesperrt, zur Zwangsarbeit gezwungen und oft auch direkt ermordet.

Der Porajmos wurde von den Nationalsozialisten im Rahmen ihrer Rassenpolitik durchgeführt, die auf der Ideologie der Rassenreinheit basierte. Sinti und Roma wurden als "asozial" und "rassisch minderwertig" betrachtet und als Bedrohung für die nationalsozialistische Ordnung angesehen.

Der Völkermord an den Sinti und Roma wurde jedoch erst spät öffentlich anerkannt. Erst in den 1980er Jahren begannen Gedenkveranstaltungen und -stätten einzurichten, um an die Opfer des Porajmos zu erinnern.

Heute wird der Porajmos als wichtiger Teil der europäischen Geschichte betrachtet und als Beispiel für die weitreichenden Folgen von Diskriminierung und Völkermord. Es gibt eine wachsende Anerkennung und Sensibilisierung für das Leiden der Sinti und Roma während dieser Zeit.

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