Was ist muezzin?

Ein Muezzin (arabisch مُؤَذِّن, DMG muʾaḏḏin) ist im Islam die Person, die vom Minarett oder einem anderen erhöhten Ort aus zum rituellen Gebet (Salat) ruft. Dieser Gebetsruf wird Adhan genannt. Der Muezzin ist nicht der Imam, der das Gebet leitet, sondern eine separate Funktion innerhalb der Moschee.

  • Rolle und Aufgaben: Der Muezzin rezitiert den Adhan fünfmal täglich zu den vorgeschriebenen Gebetszeiten. Er muss eine klare und melodische Stimme haben und die korrekte Aussprache des arabischen Textes beherrschen. Neben dem Adhan kann der Muezzin auch andere Funktionen in der Moschee übernehmen, wie z.B. die Rezitation von Koranversen oder das Ausrufen von Gebetsankündigungen.

  • Auswahl und Qualifikation: Die Auswahl eines Muezzin erfolgt in der Regel sorgfältig. Er sollte ein frommer Muslim sein, der die Gebetszeiten genau kennt und den Adhan korrekt aussprechen kann. Eine schöne Stimme und ein gutes Gedächtnis sind weitere wichtige Eigenschaften.

  • Geschichte: Der erste Muezzin im Islam war Bilal ibn Rabah, ein ehemaliger Sklave, der vom Propheten Mohammed selbst ernannt wurde. Die Tradition des Muezzin hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

  • Bedeutung: Der Adhan des Muezzin ist ein wichtiger Bestandteil des islamischen Lebens. Er erinnert Muslime an ihre religiösen Pflichten und ruft sie zur Gemeinschaft mit Gott.

  • Moderne Technologie: In der heutigen Zeit wird der Adhan oft über Lautsprecheranlagen verbreitet, was die Reichweite des Gebetsrufs erheblich erhöht.

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