Was ist merkelzellkarzinom?

Das Merkelzellkarzinom ist eine seltene Form von Hautkrebs, die nach der deutschen Kanzlerin Angela Merkel benannt ist. Es tritt meist bei älteren Menschen auf und wird durch das Merkelzellpolyomavirus (MCPyV) verursacht. Es tritt häufig an Stellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind, wie etwa im Gesicht, am Hals oder den Armen.

Merkelzellkarzinome sind bekannt für ihre schnelle Ausbreitung und ihr aggressives Wachstum. Sie können tiefe Gewebeschichten und Lymphknoten infiltrieren und Metastasen in andere Organe bilden. Da diese Art von Hautkrebs selten ist und oft mit anderen Erkrankungen verwechselt werden kann, wird sie häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert.

Die gängigste Behandlungsmethode für Merkelzellkarzinome ist die chirurgische Entfernung des Tumors. Je nach Stadium und Ausbreitung des Tumors kann eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie zusätzlich zur Operation notwendig sein. Neue Therapieansätze wie die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren zeigen vielversprechende Ergebnisse in der Behandlung von fortgeschrittenem Merkelzellkarzinom.

Die Prognose für Merkelzellkarzinome kann variieren, abhängig von Faktoren wie dem Stadium der Erkrankung und der Ausbreitung des Tumors. Frühzeitig erkannte und behandelte Merkelzellkarzinome haben in der Regel eine bessere Prognose als fortgeschrittene oder metastasierte Tumoren. Regelmäßige Hautuntersuchungen und der Schutz vor Sonneneinstrahlung können helfen, das Risiko für diese Art von Hautkrebs zu verringern.

Kategorien